Die Aquaristik bietet Hobbyhandwerkern immer wieder die Möglichkeit, sich kreativ auszutoben. So verspürte ich eines Tages den Drang, meinen bestehenden Zuchtschrank weiter auszubauen und zu erweitern. Die Gelegenheit bot sich, als ich zwei Aquarien aus einer insolventen Zoohandlung zu einem günstigen Preis ergattern konnte. Diese Becken waren bereits mit einzelnen Trennscheiben ausgestattet, was mir einiges an Arbeit ersparte.
Die neuen Becken messen jeweils 100 x 40 x 40 cm und fassen 160 Liter. Sie sollen jedoch nicht für die Skalarzucht genutzt werden. Stattdessen plane ich, andere Fischarten wie zum Beispiel Lebendgebärende darin zu halten.
Wie bei jedem größeren Projekt begann ich auch hier mit einer gründlichen Planung. Zuerst fertigte ich eine detaillierte Skizze an, inklusive einer Einkaufsliste, um sicherzustellen, dass ich nichts vergaß (denn wer kennt das nicht? 😉).
Ein wichtiger Punkt war, den bestehenden Zuchtschrank so in das neue Vorhaben zu integrieren, dass die Stabilität des gesamten Systems gewährleistet bleibt. Daher verschraubte ich den linken Balken (siehe Foto) mit großen, 20 cm langen Schrauben fest in das Gestell des Zuchtschrankes. Dadurch konnte ich die zusätzliche Struktur verstärken und für mehr Halt sorgen, was vor allem bei einem solch gewichtigen Aufbau wichtig ist.
Durch diese Erweiterung erhoffe ich mir nicht nur mehr Platz für die Fische, sondern auch eine bessere Übersichtlichkeit und eine durchdachtere Nutzung des vorhandenen Raums. Der Zuchtschrank wird damit nicht nur funktionaler, sondern auch ein Stück weit effizienter.

Das Grundgerüst steht. Alles wurde mit Schrauben und Winkel versehen.



Nun war es an der Zeit, die zweite Ebene zu integrieren. Bei dieser Erweiterung entschied ich mich für eine neue Technik zur Befestigung der Becken. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, habe ich eine Querstrebe eingebaut, die das Gewicht des oberen Beckens zusätzlich stützt. Diese Methode erschien mir stabiler und sicherer, da ich sie auch in einigen Aquaristikfachgeschäften beobachtet hatte und dort erfolgreich im Einsatz gesehen habe.
Durch die Verwendung der Querstrebe wird das Gewicht des Beckens gleichmäßiger verteilt, was das gesamte Regal stabiler macht. Diese Technik bietet nicht nur mehr Sicherheit, sondern sorgt auch dafür, dass die Belastung der Struktur gleichmäßig verteilt wird, was auf lange Sicht die Haltbarkeit des Zuchtschrankes erhöht.
Mit dieser zusätzlichen Stabilität konnte ich sicherstellen, dass auch bei voll besetzten Becken keine Gefahr durch mögliche Verformungen oder Instabilitäten entsteht. Die Konstruktion erhält durch die Querstrebe nicht nur eine höhere Tragfähigkeit, sondern wirkt auch optisch harmonischer, da die Ebenen gleichmäßig ausgerichtet sind.
Insgesamt trägt dieser Schritt dazu bei, dass der Zuchtschrank nicht nur funktional, sondern auch robust und langlebig ist – ein wichtiger Aspekt bei der Planung und dem Bau von Aquaristikmöbeln.




Natürlich muss stets mit der Wasserwaage alles überprüft werden, damit eine waagerechte Plattform entsteht.

Hier habe ich probeweise die Verkleidung angehalten.
Ja, das gefällt mir gut 😉
Nun habe ich das Gestell noch mit Holzschutzlasur gestrichen, damit das Holz gegen Wasser geschützt ist (wie schon beim ersten Zuchtschrank)


Es geht weiter mit der Verkleidung des Aquarium Zuchtschrank:


Und hier das vorläufige Endergebnis:
Leider sind die Klappen der Erweiterung etwas zu kurz geraten, aber das werde ich noch anpassen. Es ist kein großes Problem, und ich habe schon eine Lösung im Kopf, um die Maße zu korrigieren.
Außerdem muss ich noch die L-Winkel an den Kanten richtig verkleben, um sicherzustellen, dass alles stabil und fest sitzt.
Während der Arbeit hat meine Katze „Lilly“ die Gelegenheit genutzt, sich zwei neue Lieblingsplätze zu sichern. Diese habe ich mit weichen Decken ausgelegt, sodass sie es schön warm und gemütlich hat. Es ist immer wieder ein Spaß zu sehen, wie sie die frisch umgebauten Ecken sofort in Besitz nimmt!